Schützengründer
Schützengründer

1864: Gründung

Die Statuten
Die Statuten

Gründung 6. Dezember 1864

Die Gründungs-Vorstandschaft:

1. Schützenmeister: T&T Oberförster Müller
2. Schützenmeister: Apotheker Rambauer
3. Schützenmeister und Kassier: Otto Kaufmann

 

14 gebildete, selbständige Männer- das steht so in den Stauten - trafen sich im Gasthof zur Post in der Ludwigstraße, um einen Verein zu gründen. Der Wirt hieß Exler. Zweck der Gesellschaft war „Gesellige Unterhaltung insbesondere durch Schießen mit Zimmerbüchsen“.

Feuerschießen war nur im Freien möglich und deshalb konnte dieser Sport bei der Schusshütte wegen der Kälte im Winter nicht oder nur erschwert ausgeübt werden. Um aber auch im Winter den Schießsport ausüben zu können, gründeten MITGLIEDER DER FEUERSCHÜTZENGILDE die Zimmerstutzengesellschaft. Mit den Zimmerstutzen konnte in Räumen geschossen werden und man war nicht der Witterung ausgesetzt. Die Wörther Schützen hatten ab da ein zweigeteiltes Schießjahr. Von Mai bis Oktober traf man sich an der Schießhütte, heute Schusshütte und von November bis April in geschlossenen Räumen.

1902: Schießbuch

Mit zum Teil heute noch bekannten Namen.

1903: Mitgliederliste

16 Mitglieder waren es damals. Nicht viel. Aber die Satzung erlaubte nur ein Maximum von 20 Mitgliedern.

1925: Horkheimer

Der Name Horkheimer 1925 macht hellhörig. Er war ja während der Nazizeit Bürgermeister in Wörth. Der Vorgang hier hat allerdings nichts mit seiner politischen Einstellung zu tun.
Vereinslokal der Schützen war der Jagenlauf. Ohne eine Funktion im Verein zu haben, hatte Horkheimer eine Versammlung beim Kilger einberufen. Zu Beginn der Versammlung erklärte dann der 1. Schützenmeister Brandl aus Geschäftsgründen seinen Austritt aus dem Verein. Der 2. Schützenmeister Bauer wollte dann die Versammlung nicht eröffnen, weil er ganz neutral bleiben wollte. Auch Horkheimer weigerte sich, die Leitung zu übernehmen, weil er sich „in den Ausführungen gefiel, gar keine Versammlung, sondern nur eine Besprechung einberufen zu haben“ wie der Protokollführer ungnädig anmerkte. Horkheimer, er hatte zwei Verbündete, wollte auch nicht damit herausrücken, was der Zweck der Versammlung sei. Irgendwann stellte sich dann heraus, dass er einen Wechsel des Stammlokals wollte. Das wurde mit drei Gegenstimmen abgelehnt. Auf der Versammlung wurde dann auch noch darüber abgestimmt, ob im laufenden Vereinsjahr überhaupt geschossen wird. Auch das wurde mit drei Gegenstimmen befürwortet.. Horkheimer hat sich da wenig Freunde gemacht. Von „Wortklaubereien“ schreibt der Schriftführer Scheglmann dann noch. Aber da muss mehr vorgefallen sein, als im Protokoll steht. Schließlich ist es sehr ungewöhnlich dass ein Schützenmeister nicht nur sein Amt niederlegt, sondern auch gleich aus dem Verein austritt.

1926: Fastnacht

Wie alle Jahre herkömmlich... Fastnacht, nicht Fasching, haben sie 1926 beim Jagenlauf gefeiert. Und die letzten sind um ½ Vier nach Hause. Da hat sich bis heute nicht viel geändert. Der Abend verlief laut dem Protokoll glänzend, da eine herzlich-lustige Stimmung herrschte.

1950: Neustart

Wegen des Krieges wurde das Vereinsleben eingestellt. Und nach dem Krieg hatten die Amerikaner schon wegen des Waffenverbotes Schützenvereine nicht zugelassen. Am 14. März 1950 dann der Neubeginn.

1950: Jahresbericht

Im Jahresbericht 1950/51 ist dann festgehalten, warum es zur Unterbrechung des Vereinslebens kam (ein Auszug):

"Das Endschießen am 13. April 1939 brachte zugleich die lange Pause im Schießbetrieb der Gesellschaft. Der unselige Krieg legte sie und auf. Bei Beginn des Schießjahrs 1939/40 im Oktober wurde trotzdem versucht das Schießen weiter zu pflegen; der Besuch war jedoch so schwach, dass man sich einigte, den Schießbetrieb bis Ende des Krieges einzustellen. Die Einberufung von Schützenbrüdern folgte Schlag auf Schlag. Leider nahm uns der Krieg auch 2 liebe Schützenbrüder weg, nämlich: Schützinger Josef und Schmalzbauer Josef; außerdem verstarb der Schützenbruder Fritz Gremmer. Die übrigen einberufenen Schützenbrüder kamen Gott sei Dank wieder zurück und können heute ihren lieben Schießsport wieder nachgehen."

1953: Feuerschützengilde

Stadtmeister von 1968
Stadtmeister von 1968

Nach dem 2. Weltkrieg war das Kleinkaliber noch nicht zugelassen. Trotzdem bemühten sich 1953 die 64er Schützen, auch die Feuerschützengilde wieder ins Leben zu rufen, allerdings nicht mehr mit den Feuerwaffen.
Das Bild zeigt die Stadtmeister von 1968:
Günther Pilschek (Gilde), Meinzinger Heli (1864) und Otto Trendl (Gilde) mit ihren Schützenmeistern Fellinghauer (1864) und Pilschek (Gilde).

Patenschaft für "Hubertus" Pfatter

1957: Patenschaft "Hubertus" Pfatter

Anlässlich der Fahnenweihe am 10. Juni 1957 (Pfingstmontag) wurde das Fahnenband an den Schützenverein "Hubertus" in Pfatter überreicht.
"1864" Wörth war hier der Patenverein.
Das Verserl wurde vorgetragen von der damaligen Schützen-Liesl Frl. Ilse Schindler, Verfasser war Anton Moser.

1964: 100jähriges Gründungsfest mit Fahnenweihe

Die Fotos zeigen den Jubelverein "1864" beim Festumzug durch Wörth a. d. Donau anlässlich des 100jährigen Gründungsfestes und die Fahnenweihe, die H. H. Stadtpfarrer Seidel vollzog.
Ebenso kann man einen Blick in die Festschrift von damals werfen.

1982: Erfolgreiche Jugendarbeit

1982: Erfolgreiche Jugendarbeit
1982: Erfolgreiche Jugendarbeit

Das Bild zeigt die Jugendvereinsmeister und Könige von 1982: Vereinsmeister und 2. König Erwin Beil, 2. Vereinsmeister Norbert Meinzinger, Schützenkönigin Ulrike Lex und 3. Schützenkönigin Michaela Köllner. Für die erfolgreiche Jugendarbeit war Ulli Lex verantwortlich.

Weitere Dokumente

2013: 1. Schützenmeisterin

Erstmals in der fast 150jährigen Geschichte des Vereines ist eine Frau Schützenmeisterin!

WÖRTH(lfm)

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Ein Traditionsverein geht neue Wege, vorbei sind die Zeiten als man bei der Zimmerbüchsen-Schützengesellschaft noch auf ein Aufnahmeverbot für Frauen bestand, vorbei auch die Zeiten als Vorstandsmitglieder den Verein verließen weil dies dann doch geschah.
Frauen sind die Stütze des1864er Schützen, Frauengehören mittlerweile zu den besseren Schützen und ohne weibliche Mitglieder würde der Verein möglicherweise nicht mehr bestehen.
Fast 150 Jahre mussten nun vergehen, dass auch das Amt des Schützenmeisters bzw. der Schützenmeisterin durch eine Frau besetzt wurde, schon im Vorfeld der Generalversammlung hatte Sandy Höfl die Bereitschaft dazu erklärt dieses Amt zu übernehmen.
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